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14 February 2019

Ladezeit: Sekunden, die Millionen kosten

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Niemand mag langsame Webseiten. Ihre Besucher haben leistungsstarke Endgeräte und keine Lust, unnötig zu warten, während sie auf Ihren Seiten surfen. Es scheint nur eine Kleinigkeit zu sein, aber jede Sekunde Ladezeit kann Ihre Conversion-Rate erheblich belasten. Dabei handelt es sich um astronomische Summen, die jedes Jahr verloren gehen. Allein bei Amazon würde eine Sekunde zu Verlusten von mehr als  1,6 Milliarden Euro pro Jahr führen.

In unserem heutigen Artikel zeigen wir, wie sich die Ladedauer auf Ihre Optimierungsstrategie auswirkt und wie Sie diesen negativen Einfluss vermindern können.

Man unterscheidet zwischen zwei Faktoren: Der Seitenaufbau: beschreibt die nötige Zeit, um alle Elemente einer Seite zu laden. Die Größe der Dateien und die Qualität der Internetverbindung spielen hierbei eine Rolle. Natürlich haben sie keinerlei Einfluss auf die Verbindung Ihrer Besucher, sollten aber die Dateigröße Ihrer Dateien optimieren.

Die Zeit bis zur kompletten Anzeige der Seite: ist die Dauer bis wirklich alle Elemente einer gegebenen Seite in dem Browser des Besuchers erscheinen. Der Code Ihrer Seite und das vom User benutzte Endgerät beeinflussen diesen Faktor. Sie sind nicht für die Qualität des Endgeräts zuständig (nur dafür, dass die Elemente Ihrer Webseite mit allen Endgeräten kompatibel sind), wohl aber für die Qualität Ihres Codes.

1 Warum die Ladezeit Ihrer Website optimiert werden sollte

Bieten Sie Ihren Besuchern eine hochwertige User Experience

Je schneller Ihre Webseite lädt, desto besser stehen Ihre Chancen, den Besucher auf Ihren Seiten zu halten, wie folgende Zahlen belegen:  

Ladezeit pourcentages

Ein sofortiges Laden ist praktisch unmöglich. Der gängige empfohlene Wert liegt allerdings bei höchstens 3 Sekunden. Strangeloop hat herausgefunden, dass eine zusätzliche Sekunde Ihre Conversions um 7% vermindert.

Auf mobilen Endgeräten sind Besucher noch ungeduldiger als auf Desktop Geräten. 9 von 10 Usern erwarten, dass Webseiten auf mobilen Endgeräten mindestens gleich schnell laden. Sie sollten also alle Elemente Ihrer Website dahingehend optimieren, dass Ihre Besucher so schnell wie möglich auf Ihren Seiten surfen können.

Ihr Suchmaschinenranking

Die Ladezeit Ihrer Webseite ist einer der Faktoren, welche Ihr Ranking beeinflussen. Dies hat Google seit Mitte 2018 zunächst angekündigt und anschließend bestätigt. Das Ranking kann dadurch positiv beeinflusst werden, Sie müssen nicht der Schnellste sein, jedoch schneller als Ihre Mitbewerber. Ein guter Grund, die Ladedauer zu optimieren.

2 Wie wird meine Webseite schneller?

Jede Zehntelsekunde zählt. Es gibt zahlreiche Methoden, die Ladezeit Ihrer Seiten zu optimieren, hier unsere Tipps, wie Sie es angehen können.

Das richtige Webhosting wählen

Das Hosting Ihrer Webseite spielt eine wichtige Rolle und muss der Performance Ihrer Webseite gerecht werden. Bei wenig Traffic können Sie ein Shared-Hosting oder einen VPS wählen, wenn der Traffic auf Ihren Webseiten hoch ist, brauchen Sie zuverlässige Lösungen wie dedizierte Ressourcen oder Cloud-Hosting, welches mit den Trafficzahlen skaliert.

Die Größe Ihrer Code-Dateien reduzieren (CSS, JavaScript, HTML)

Mit Code-Dateien bestimmen Sie das Layout Ihrer Seiten. Die Größe der Dateien kann verringert werden, indem unnötige Elemente (Leerzeilen, Lücken, usw.) gelöscht werden. Das macht den Seitenaufbau schneller.

Komprimieren Sie Ihre Dateien, indem Sie Zip oder andere Komprimierungsmethoden nutzen! Das Gewicht wird um bis zu 70% reduziert, ohne Beeinträchtigung der Qualität Ihrer Bilder und Videos. Die Inhalte werden dadurch komprimiert übertragen, der Browser entpackt diese anschließend.

Bilder optimieren

3 Elemente sind zu berücksichtigen:

  • Größe: Je größer das Bild, desto länger die Ladezeit, das ist logisch. Es gibt viele kostenlose Online-Tools zur Reduzierung der Größe der Bilddatei (Tinypngcompresspng, usw.), ohne die Qualität zu verringern. Und vermeiden Sie, Bilder mit einer Breite von mehreren tausend Pixel auf eine 700 Pixel breite Seite hochzuladen!
  • Quelle: Der Name und die Quelle Ihres Bildes. Wenn die Quelle falsch angegeben ist, lädt das Bild nicht.
  • Format: Im Internet sollten Sie das Format PNG oder JPG bevorzugen. Vermeiden Sie die Formate TIFF, BMP oder XBM. Sofern Ihr CMS mehrere Formate unterstützt, wäre auch WebP eine Alternative, welche in Zukunft an Wichtigkeit gewinnt.

Cache-Speicher nutzen

Wenn Sie zum ersten Mal eine Webseite besuchen, muss die HTML-Datei, die Bilder, die JavaScript-Dateien, die CSS-Dateien usw. laden, bevor Sie auf der Website navigieren können. Je nach Komplexität des Seitenaufbaus kann das ganz schön lange dauern. Sind die Elemente erst einmal im Cache abgespeichert, geht es natürlich schneller. Durch die Aktivierung von Caching in Ihrem Browser können Sie die Zahl der Server-Aufrufe senken und damit die Ladedauer Ihrer Seiten weiter verringern.

Nicht genutzte Plugins entfernen

Je mehr Plugins sich auf Ihrer Seite ansammeln, desto größer ist das Risiko, dass die Ladezeit steigt. Außerdem können zu viele Plugins zu Problemen der Kompatibilität zwischen verschiedenen Tools führen und die User Experience stark beeinträchtigen.

Ein aktives Plugin kann das Laden von weiteren CSS-Dateien bedeuten. Das verlangsamt das Laden Ihrer Seiten. Deshalb sollten Sie die wirklich nützlichen Plugins identifizieren und die anderen nicht Genutzen deaktivieren!

Weiterleitungen weitestgehend vermeiden

Eine Weiterleitung benötigt neue HTTP-Aufrufe und somit mehr Ladezeit. Wenn Sie eine mobile Version Ihrer Webseite haben, nutzen Sie ggf. eine Weiterleitung, um von der Desktop-Version weiterzuleiten. In diesem Fall sollten Sie eine http-Weiterleitung bevorzugen, um die Besucher ohne Zwischenstopps auf die mobile Version zu leiten. Oder aber gleich auf eine Responsive Lösung ohne Weiterleitung setzen.

Tipp:

Besucher sehen zuerst die Elemente oben auf der Seite. Stellen Sie sicher, dass die Elemente überhalb des Seitenumbruchs besonders schnell laden. Wenn die Elemente unterhalb des Seitenumbruchs länger brauchen, ist das weniger tragisch, der Besucher sieht sie nicht sofort. Diese können über AJAX nachgeladen werden, wenn der Benutzer bereits mit der Seite interagiert.

Kurzum: Geschwindigkeit zählt!

Riskieren Sie nicht, den User mit zu langen Ladezeiten zu vergraulen. Um das zu vermeiden, empfehlen wir auch die Lektüre unseres Guides A/B-Test Fehler und wie man sie vermeidet, für eine fehlerfreie Optimierungsstrategie.

 

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